Im Hybrid Talk: Nicola Breyer
Nicola Breyer ist ehemalige FinTech CEO, Finanzdaten- und KI Spezialistin, Start-Up & Tech Beirätin, Mitgründerin der German Open Finance Initiative und in den Beiräten der FRIDA Insurance Data Initiative und dem House of Finance & Tech aktiv.

Haben Sie einen redaktionell-thematischen oder einen strategischen Tipp für den Hybridbanker?
Rund die Hälfte aller KI Nutzer lassen sich von ihr Finanztipps geben. Die Entwicklung geht rasant nach oben. Wir alle müssen mit KI bauen, sie und ihre unsere Grenzen grundlegend verstehen lernen. Uns im Zeitalter von KI relevant halten.

Beschreiben Sie sich selbst bitte in nur drei Worten.
Neugierig. Fair. Ungeduldig.

Was ist Ihr Kerngeschäft?
Ich arbeite an datengetriebenen Geschäftsmodellen für die Finanzbranche, die KI nutzen. Das tue ich strategisch mit Banken als Teil von deren Transformation, mit Tech Unternehmen, bzw. Start-Ups als Beirätin und in Organisationen, die das Ökosystem fördern. Hierbei geht es immer um Kunden und deren Vorteil, um Finanzen und Vermögensbildung. KI verändert die Finanzwelt und die Finanzberatung und Vermögensanlage fundamental. Da bin ich dabei.

Was wären ideale Joint Venture Partner für Ihr Geschäftsmodell?
Banken, Vermögensberatungen, WealthTechs, PEs, Menschen mit Mut, Vision und Kapital.

Was haben Ihre Kunden davon, dass es Sie gibt?
Wer mit mir gearbeitet hat, weiß das. Als CEO, als Strategin, als Beirätin. Alle anderen fragen am besten die, die es getan haben.

Wie beginnt für Sie ein idealer Arbeitstag?
Bei ausreichender Motivation mit Sport, gerne an der frischen Luft. Dann mit einem großen Becher schwarzen Tee mit Milch und Zeit, zu denken und produktiv zu sein.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
Dass ich mir die Menschen, mit denen ich zusammen arbeite, im Großen und Ganzen selbst aussuchen kann. Und dass ich die Zukunft unserer Industrie mitgestalten darf.

Gibt es eine historische Gestalt, die Sie bewundern?
Germaine de Staël. In ihrem Pariser Salon wurden große Teile der ersten französischen Verfassung ausgearbeitet. Napoleon fand ihren Einfluss so bedrohlich, dass er sie verbannte Ihre Kunst lag darin, die richtigen Menschen um sich zu vereinen und ihnen einen Raum zu geben. Gegen jeden Widerstand.

Das Leben ist …?
.. reich, wenn man es mit den richtigen Menschen verbringt.

Wenn Sie ein Tier wären, welches wäre das und warum?
Ein Dackel. Frech, schlau, mutig, lustig dickköpfig, geliebt — und völlig unterschätzt..

Was würden Sie als Ihren Haupt-Charakterzug bezeichnen?
Ich committe mich zu Menschen und Projekten. Mit allem, was ich bin. Danach bin ich sehr loyal und verteidige, woran ich glaube — auch gegen Widerstand.

Welches ist Ihr Sternzeichen und was bedeutet das für Sie?
Stier, und im chinesischen Kalender “Wood Tiger”. Der Tiger geht voran, nimmt aber auch andere mit, ist mitfühlend, großherzig, beständig.

Was bringt Sie in Rage?
Mangelnde Fairness, Starrköpfigkeit und ein Mangel an Empathie.

Wie halten Sie sich fit?
Tennis und dazu Krafttraining. Ich bin aber auch sehr gerne im und auf dem Wasser und fände es toll, wenn wir viele Termine statt am Bildschirm beim Spazierengehen abhalten könnten.

Welches Urlaubsland mögen Sie am liebsten?
Ich liebe Inseln. Sie haben eine eigene Dynamik. Das Wasser dominiert und schweißt zusammen. Inseln ohne Flughäfen sind besonders toll.

Empfehlen Sie bitte ein Buch und sagen Sie warum dieses.
Blackout von Marc Elsberg. Meine Eltern waren Anfang des Jahres vom Berliner Stromausfall betroffen — danach liest man das Buch anders. Es zeigt, wie schnell alles kippt, wenn eine Infrastruktur ausfällt, die alle für selbstverständlich halten.

Hotel oder AirBNB?
Serviced Apartments – ich kaufe gerne auf Märkten ein und finde etwas Platz schön.

Tee oder Kaffee?
Schwarzer Tee mit Milch – das habe ich aus meiner Zeit in UK und Irland mitgebracht.

Bier oder Wein?
Heute eher einen Tanqueray 0% oder einen Volée Sour.

Roman oder Sachbuch?
Roman.

Haben Sie ein Lebensmotto?
Nein, aber wusstet ihr: Optimismus heißt umgedreht ‚Sumsi mit Po‘.