Im Hybrid Talk: Jens Schneider.
Jens Schneider, der als Mitgründer und Co-CTO von IGNAITE für europäische KI-Souveränität steht. Mit seinem Team entwickelt er On-Premises-KI-Assistenten fürs ganze Unternehmen, vom Büro bis zum Shopfloor.
Haben Sie einen redaktionell-thematischen oder einen strategischen Tipp für den Hybridbanker?
„Mehr Sensibilität beim Thema Daten-Souveränität. Wer in der Branche redet darüber und wer hostet trotzdem bei den Hyperscalern?”
Beschreiben Sie sich selbst bitte in nur drei Worten.
„Differenziert, beharrlich, verständnisvoll.”
Was ist Ihr Kerngeschäft?
„Souveräne KI-Assistenten für den Mittelstand, die auf lokaler Hardware laufen. Kurz: KI ohne Datenschutz- oder Lizenz-Thematik.”
Was wären ideale Joint Venture Partner für Ihr Geschäftsmodell?
„Systemintegratoren mit Mittelstandszugang, die ihren Kunden KI-fähige Anlagen anbieten wollen, ohne Kundendaten an Hyperscaler abzugeben.”
Was haben Ihre Kunden davon, dass es Sie gibt?
„Sie nutzen KI, ohne dass die wertvollsten Daten ihres Unternehmens in einem fremden Rechenzentrum landen.”
Wie beginnt für Sie ein idealer Arbeitstag?
„Um sieben Uhr gut ausgeschlafen aufstehen, in Ruhe duschen und gut frühstücken. Danach bin ich für alles bereit, was der Tag bringen kann.”
Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
„Auch wenn es generisch klingt: Alles. Ich darf mit fantastischen Menschen an einem Thema arbeiten, hinter dem ich persönlich zu einhundert Prozent stehe.”
Gibt es eine historische Gestalt, die Sie bewundern?
„Um jemanden zu bewundern, brauche ich das ganze Bild der Person. Deshalb habe ich gelernt, niemanden zu bewundern, den ich nicht persönlich kenne.”
Das Leben ist …?
„… zu kurz, um sich länger als nötig mit vergangenen Fehlern zu beschäftigen.”
Wenn Sie ein Tier wären, welches wäre das und warum?
„Faultier. Auch wenn jeder darüber lacht, dem ich das sage, weil ich nach außen scheinbar wie das komplette Gegenteil wirke.”
Was würden Sie als Ihren Haupt-Charakterzug bezeichnen?
„Verständnisvoll zu sein. Manchmal auch zu sehr.”
Welches ist Ihr Sternzeichen und was bedeutet das für Sie?
„Löwe. Ich glaube nicht an Astrologie, also bedeutet es mir nichts. Aber vom reinen Coolness-Faktor gibt es schlechtere Sternzeichen.”
Was bringt Sie in Rage?
„Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Ich bin nicht der Typ, der wirklich in Rage gerät. Wenn ich etwas nennen muss, dann wenn ich das Gefühl habe, dass jemand unfair oder irrational behandelt wird.”
Wie halten Sie sich fit?
„High-Intensity-Interval-Trainings, Fußball, Bouldern und alles was sonst Spaß macht. Den Ausgleich brauche ich zu meinem Arbeitspensum.”
Welches Urlaubsland mögen Sie am liebsten?
„Fast alles Richtung Norden. Wandern, Ruhe und nordische Natur.”
Empfehlen Sie bitte ein Buch und sagen Sie, warum dieses.
„The Art of Invisibility von Kevin Mitnick, aus dem Jahr 2019. Ich habe es neulich noch einmal gelesen. Es macht eindrücklich klar, wie gläsern wir geworden sind und dass man zwar etwas dagegen tun, es aber nicht mehr wirklich verhindern kann. Beängstigend, und gleichzeitig ein guter Anstoß, sich gut zu überlegen, wem man welche Informationen zugänglich macht.”
Hotel oder AirBNB?
„Bei beruflichen Reisen Hotel, bei privaten Urlauben eher AirBNB.”
Tee oder Kaffee?
„Yerba Mate. Traditionell zubereitet in einem Mate aus Kürbis und einer Bombilla.”
Bier oder Wein?
„Ich trinke selten Alkohol. Wenn, dann gerne sowohl ein gutes Bier, als auch einen guten Wein.”
Roman oder Sachbuch?
„Beides, je nach Laune.”
Haben Sie ein Lebensmotto?
„Ein klassisches Lebensmotto habe ich nicht. Aber woran ich mich versuche zu halten, ist, Fehler abzuhaken, zu lernen und nach vorne zu schauen. Alles andere bringt einen sowieso nicht weiter.“
(1) Kontakt zu unserem Experten im Netz unter: Jens Schneider | LinkedIn
(2) Der Buchtipp aus diesem Hybrid Talk: The Art of Invisibility | Kevin Mitnick
Durchführung des Gesprächs April 2026.
Bildurheber: Jens Schneider













