Cat Content ist ein Social Media-Phänomen, das niemand rational erklären kann. Fakt ist aber, dass unsere vierbeinigen Freunde eine riesige Fangemeinde haben und sich seit Jahren ungebrochener Beliebtheit erfreuen.

Selbst bei Wikipedia findet sich ein Beitrag zum Stickwort Cat Content: „Cat Content (auch: Katzencontent) ist ein vorwiegend zum Bereich der Populärkultur gezähltes Internet-Phänomen.“ Auch auf die Gefahren von Cat Content, man glaubt es kaum, weißt das Internetlexikon hin.

Aber was macht den Zauber aus von Cat Content?

Jede Menge Flauschbälle auf vier Pfoten tummeln sich in den Internetplattformen. Der Pionier im Internet war vermutlich Frank the Cat. Der erste Post von ihm erschien 1998. Damals war er noch eine ganz normale Katze mit ganz alltäglichen Handlungen. Die Fangemeinde wuchs schnell und bereits 1995 entstand die Gruppe „Meowchat“, in der die User in einer Art Katzensprache kommunizierten.

Einer der großen Internetstars bei Facebook, Instagram und Co. war und ist ohne Zweifel Grumpy Cat, eine weibliche Katze mit mürrischem Gesichtsausdruck. Sie eroberte das Social Network im Sturm mit 1,5 Millionen Follower bei Twitter, 2,6 Millionen Abonnenten bei Instagram und sage und schreibe 8,3 Millionen Fans bei Facebook! Zum Vergleich, Elyas M’Barek schafft gerade mal 2,2 Millionen Fans bei Facebook und Heidi Klum 4,1 Millionen.

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Einer der unangefochtenen Stars ist allerdings ein alter Bekannter, der Lasagne liebt und seinen Besitzer gerne mal piesackt – Garfield. Er bringt es bei Facebook auf eine Fangemeinde von mehr als 15 Millionen Menschen (Michelle Obama: 17 Millionen).

Ob mürrisch, verträumt, elegant, arrogant oder tollpatschig – die Miezekatzen haben es uns seit jeher angetan. Im alten Ägypten als Götter verehrt, wurden im Laufe der Jahre unzählige Bücher und Gedichte, unter anderem von Edgar Alan Poe, E. T. A. Hoffmann und James Jocye, über sie geschrieben. Das Buch „Old Possum’s Book of Practical Cats“ schaffte es sogar, mit der Unterstützung von Andrew Lloyd Webber, auf die Bühnen der Welt und feierte als Musicals Cats sagenhafte Erfolge.

Die Bundesnetzagentur berichtete, dass im Jahr 2016 rund 30 Prozent des Datenverkehrs in Deutschland aus Tierbildern bestand, davon 62 Prozent zeigten Katzen. Eines wird aus diesen Zahlen deutlich – Katzen krallten sich damals das Internet.

Heißt der neue Trend „Dog Content“?

Katzen sind in den Social Media Kanälen längst Kult geworden. Umso interessanter ist es, dass ihnen Hunde mittlerweile den Rang ablaufen.

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Eine Erklärung, warum Hunde gerade im Internet so beliebt sind, liefert uns die Kulturjournalistin Leigh Alexander: „Ich glaube der Aufstieg des Hundes ist eine gute Repräsentation der Mainstreamisierung des Internets. Als ich damals mit dem Internet groß geworden bin, musste alles schräg, eklig, unangenehm oder indirekt sein, weil eben hauptsächlich Leute online waren, die nicht die allerbesten sozialen Fähigkeiten hatten. Süße, flauschige, glückliche Dinge gab es nur in der richtigen Welt.“

Mittlerweile ist das Internet nicht nur für jederman zugänglich, sondern viele sind sogar damit aufgewachsen. Ein wesentlich natürlicherer Umgang damit ist die Folge davon.

Diese These wird von Jason Eppink unterstützt: „Je mehr Menschen das Internet benutzen, desto mehr wird es das alltägliche Leben repräsentieren. Vor einem Jahrzehnt gab es im Netz noch diese Kultur der Abgrenzung, der Einzigartigkeit. Aber je transparenter das Internet für uns wird, desto mehr verschwindet diese Andersartigkeit und wie wir das Netz benutzen, reflektiert immer mehr unser Offline-Leben.“

Es bleibt auf jeden Fall spannend, ob sich der beste Freund des Menschen langfristig gegenüber den Katzen behaupten kann.

Was wir uns aber nicht nur im Social Marketing immer wieder vor Augen führen sollten ist, dass die Menschen Alltägliches, Bewegendes und Schönes mehr lieben, als protzige, hässliche und brutale Dinge.

JETZT – stellen sich am Ende dieser, für manche überraschenden Informationen, die Fragen:

  • Was hat das mit dem Hybridbanker zu tun ?
  • Gibt es im Finanzdienstleistungsbereich dazu eine Verbindung ?
  • Lassen sich Finanzthemen oder gar technische Sachverhalte sinnvoll und passend mit Tierbildern in Verbindung bringen oder ist dies nur eine grenzwertige Hypothese?

Egal wie dein Urteil jetzt ausfallen wird, uns war es wichtig auf diesen Trend hinzuweisen. Und manchmal sind es die „kleinen“ Dinge des Alltags, die das ein oder andere fachliche oder technische Thema erträglicher machen….

Euer Hybridbanker



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