… bestimmt wenn: Sie es übernehmen.

Derjenige Projektmanager der zu so einem Projekt berufen wird sollte schon im Ansatz damit vorsichtig umgehen.

Aber bevor Sie jetzt Vermutungen anstellen um was es gehen könnte empfehle ich folgenden Artikel zu lesen und dann wieder hierher zurückzukommen: Artikel aus Brand-eins-online der König will es so !  

Beide Projekte sind nach gleichem Muster verlaufen und Ähnlichkeiten mit weiteren Projekten aus Ihrem persönlichen Umfeld sind sicher nur zufällig. Ersetzen sie einfach mal „König“ durch Vorstand, Geschäftsführer oder vergleichbare Rollen. Im Ergebnis geht es um eine viel entscheidendere Frage: hätte man diese Projekte korrigieren oder retten können ?

Meine Meinung: Nein – Projekte scheitern an ihren obersten Managern wenn diese in einem Kontext gebildet werden der freie konstruktive Kritik nicht mehr zulässt sondern nur noch der Auftrag des Königs umgesetzt wird – egal welche Änderungen der Situation bereits eingetreten sind.

Die Folge: Der König wird nicht mehr über reale Zustände in Kenntnis gesetzt, sondern nur noch von desorientierten Menschen informiert. Von Menschen die nur noch auf den möglichst kleinsten Horizont reduziert wurden. In Folge dessen wird ein Projekt realisiert das unter dem reduzierten Blickwinkeln von einzelnen realisierbar ist – aber der generalistische Blick auf das ganze völlig verloren gegangen ist.

Die Konsequenz:  Das Projekt scheitert erst im letzten Moment – dafür aber dann zu extrem hohen Kosten mit mörderischen Verlusten an menschlichen Emotionen und Reputationen derselbigen.

Deshalb die Kardnalfrage: wie kann man dieses Desaster verhindern ?

Nur in einer ganz kleinen Zeitachse in der ein besonderer Mensch (z.b. der Projektleiter) Zugang zum König hat. Wenn hier das Klima des Vertrauens vorhanden ist, dann kann der Projektleiter noch Änderungen durchsetzen. Wird dieser Zeitpunkt verpasst dann werden neue Projekleiter kommen und gehen und jeder wird „etwas“ realisieren um dem König zu gefallen…. Das Ergebnis kennen wir dann ja…

Deshalb lassen Sie uns das Glück zuteil werden in der kleinen Zeitachse die manchen Projektleiter bleibt den Zugang zum König zu finden um dann noch mit dessen Macht im Rücken das Projekt auf die richtigen Schienen setzen zu können.

Warum ist dieses Thema jetzt gerade wichtig: Gerade Projekte der digitalen Transformation erfordern bereichsübergreifendes denken und handeln. Menschen und Themen müssen vernetzt betrachten werden und es benötigt die Kooperationen vieler – dann gelingen auch komplexe Projekte. Es müssen dazu Möglichmacher, Menschenkenner und Generalisten Projekte leiten dürfen. Menschen die auch die erforderliche Sensibilität haben in kritischen Situationen Entscheidungen zu treffen bei denen sie am nächsten Tag noch in den Spiegel schauen können.

In diesem Sinne: manchmal muss man als Projektleiter auch mal etwas Glück haben zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.

Der Hybridbanker wünscht dies allen Projektleitern 🙂

Photo by Eric Marty on Unsplash